Kühe
Auf unserem Hof leben seit ca. 1980 immer zwischen 60 und 70 Kühe. Hans-Ulrich Kläke war seinerzeit mit dieser Kuhzahl der größte Milchlieferant der Celler Molkerei - mittlerweile gehört unser Betrieb eher zu den kleineren Milchviehhaltern.
Es gibt 3 verschiedene Rassen: Deutsche Holsteins (schwarzbunt oder rotbunt), Deutsches Braunvieh, Angler Rotvieh und bisweilen Kreuzungen dazwischen, sogenannte “Schwatte Deibels“ (weil sie von beiden Rassen die “anziehendsten“ Eigenschaften haben und es einfach “faustdick hinter den Ohren“)
Auf unserem Betrieb werden die Kühe künstlich besamt: das ist einfach sicherer - mit Bullen ist nicht zu spaßen. Ausserdem ist eine individuelle Anpaarung möglich.
Seit einiger Zeit praktizieren wir die ammengebundene Aufzucht. Das hört sich einfacher an als es ist: Denn bei einer Milchviehrasse reicht die Milch einer Kuh ja nicht nur für ein Kalb. Es ist viel Beobachtung nötig, um ein stabiles Gleichgewicht aus gut gemolkenen Kühen und satten Kälbern herzustellen ...
Die weiblichen Kälber werden alle behalten, die Bullenkälber verkauft, wenn ein Mindestpreis erreicht wird. Der ist nicht zu knapp bemessen, denn das ist für uns auch Tierschutz: Was nichts kostet. ist eben auch nichts wert!
Wir mästen seit 2019 viele männliche Kälber (Bruderkälber) selbst, um ihnen ein “Leben vor dem Steak“ zu ermöglichen. Kurze Wege zum Schlachter sind ebenso wichtig wie enger Kontakt zum Kunden.
Weitere Bilder zu unseren Kühen sehen Sie hier.
Uns ist sehr wichtig, dass die Kühe so viel Zeit auf der Weide verbringen wie Wetter und Vegetation es zulassen. Hier sehen sie die Photos vom ersten Weideaustrieb 2020: Lebensfreude pur! Meistens geht es ab Anfang April stundenweise auf die Weide. Später gibt es offene Türen und die Kühe können ein- und ausgehen, wie sie möchten. Allerdings müssen wir zweimal am Tag darauf bestehen, dass sie zum Melken antreten!
Im Stall wird immer Futter serviert, die Weide ist eher zum laufen, chillen, Luft und Sonne tanken.
Wolga ist eine unserer Kühe, die einfach nur da sein dürfen. Wolga ist schon sehr jung durch einen Vitamin B Mangel erblindet. Schwer krank war sie in der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Wo sie geheilt wurde - bis auf ihr Augenlicht.
Allerdings haben wir gelernt, dass Kühe nie gut sehen können dafür aber sehr gut hören. Deshalb fehlt Wolga das Sehen weniger als wir befürchteten und sie hört so exzellent, dass ihr niemand von weitem ansieht, dass sie anders ist.
Immer schon hat es nicht gut geklappt, sie tragend zu bekommen. Deshalb hat sich unser Besamungs"künstler" ihrer angenommen: Sie hat bei ihm in Coppenbrügge Urlaub gemacht und ist tragend wieder heimgekehrt. Mittlerweile ist sie schon älter und wir wollen sie nicht mehr dem Risiko von Trächtigkeit und Geburt aussetzen. Ihren Urlaub macht sie trotzdem im Sommer!






















